Familie Salomon Frank

ZurŸck Pos1 Weiter

Frauenstraße, Wiesenstr. 5, Kleverstr. 11 heute (Neikes)

In der Frauenstraße wohnte der Viehhändler Salomon Frank mit seinen Söhnen Moritz und Sally, die ebenfalls als Viehhändler arbeiteten. Er verstarb 1930. Seine Kinder Moritz, Sally und Johanna wurden in Konzentrationslagern umgebracht.

Moritz Frank und seine Frau Selma geb. Oster aus Alpen verzogen 1938 nach Boxmeer (NL). Dort lebten sie mit Verwandten seiner Frau (Paul Oster, Rosalie Oster-Windmüller, Raphael Oster) in der Straße Het Zand 10. 1942 wurden sie von dort ins niederländische Durchgangslager Westerbork deportiert. Beide verstarben in Auschwitz. In Boxmeer sind beide auf einem Mahnmal für die Opfer des Holocaust aufgeführt.

Sally Frank emigrierte am 25.6.1938 mit seiner Frau Meta und vermutlich auch mit der Schwiegermutter Paula Daniel in die Niederlande. Später wurde er zunächst nach Westerbork und von dort nach Theresienstadt und anschließend nach Auschwitz deportiert (Transport XXIV/7 nach Theresienstadt am 6.9.1944-Gefangenennr. 191 --Transport von Theresienstadt nach Auschwitz am 29.9.1944 Gefangenennr. 799 ). Am 17.1.1945 verstarb er in Kaufering, einem Außenlager des KZ Dachau.

Die Angaben von Ruth Benger bezüglich Meta Frank und ihrer Mutter sind widersprüchlich und passen nicht zu den Angaben der Auflistung der Mitglieder der Israelitischen Spezialgemeinde Goch vom 1. April 1938 im Stadtarchiv Goch. Meta Daniel wird in der Auflistung der jüdischen Gemeinde als Elly bezeichnet. Es handelt sich trotz der unterschiedlichen Vornamen vermutlich um die gleiche Person, da der Geburtsort identisch ist. Merkwürdig ist, dass Elly Frank seit 1926 Mitglied ist, obwohl die Familie von Hermann Daniel erst um 1933 nach Goch zog (Tippfehler?). Weiterhin berichtet Ruth Benger, dass Paula Daniel 1934 nach dem Tod ihres Mannes in die Niederlande zog. In der genannten Auflistung der Mitglieder der Israelitsichen Gemeinde wird sie jedoch 1938 noch genannt. Da der Vorsitzende, Adolf Devries, jede Veränderung sofort anzeigen musste, ist es unwahrscheinlich, dass die Angaben nicht der Wahrheit entsprachen.

Quellen (neben den im Impressum allgemein genannten Quellen):

 

Nachname

Vorname

Geburtsort u. - datum

Gest, Ort

Straße

verheiratet

Kinder

Bemerkungen

-

FRANK 

Moritz

10.8.1889 Goch

3.9.1942 Auschwitz

Klever Str. 11
(Goch, Alpen,
Goch Boxmeer)

Selma Oster

  • -

Viehhändler,
Verzog nach Boxmeer/Niederlande (Het Sand 10). Von dort deportiert und in Auschwitz verstorben,
Deportation
ab Westerbork 1942 nach Auschwitz Vernichtungslager

k

FRANK
geb. Oster

Selma

24.7.1892 Alpen

3.9.1942 Auschwitz

Klever Str. 11

Moritz Frank

  • -

Verzog mit ihrem Ehemann nach Boxmeer/Niederlande. Von dort deportiert und in Auschwitz verstorben.

k

FRANK

Sally

16.10.1894 Goch

17.1.1945 Kaufering, Dachau

Wiesenstr. 5

Meta Daniel

  • -

Viehhändler, Verzog am 25.6.1938 mit seiner Frau in die Niederlande (25.6.1938).
1942 Deportation ins Durchgangslager Westerbork:
Von dort deportiert. (Transport XXIV/7 nach Theresienstadt am 6.9.1944-Gefangenennr. 191 --
Transport von Theresienstadt nach Auschwitz am 29.9.1944 Gefangenennr. 799 ). 17. Januar 1945 verstorben in Kaufering, Außenlager des KZ Dachau

k

FRANK,
geb. Daniel

Meta (Elly)

27.2.1899
Dierdorf

lebte 1954 noch in Amsterdam

Wiesenstr. 5

Sally Frank

  • -

Wird in der Auflistung der Israelitischen Gemeinde seit 1926 als Mitglied genannt (Elly). Verzog mit ihrem Mann am 25.6.1938 in die Niederlande. 1954 lebte sie in Amsterdam und beantragte von dort aus die Todeserklärung für Johanna Frank, geb. Herz (Amtsgericht Goch UR II 28/53 vom 16.2.1954)

e

DANIEL
geb. Sommer
Paula 1.4.1876 Kuchenheim gest. 13.1.1945 Theresienstadt Wiesenstr. 5 Hermann Daniel,
24.9.1867 Dierdorf

Meta (Elly) Daniel,
27.2.1899

verheiratet mit Sally Frank

Am 28.6.1933 zog die Familie aus Koblenz zu. Nach dem Tod ihres Mannes (1934) meldete Paula Daniel sich angeblich nach Amsterdam/NL ab.
Merkwürdigerweise wird sie am 1.4.1938 noch in der Mitgliedliste der israeltischen Gemeinde aufgeführt, d.h. sie müsste zu diesem Zeitpunkt bei ihrem Schwiegersohn Sally Frank und ihrer Tochter Meta bzw. Elly in der Wiesenstr. 5 gelebt haben (1)
Sie emigrierte in die Niederlande und wurde
von dort deportiert (Karteikarte - Benger). Vor ihrer Deportation lebte sie in der Rijnstraat 110 III in Amsterdam.

Von Westerbork aus wurde Paula Daniel am 14.9.1943 nach Bergen-Belsen deportiert. Angaben der Datenbank aus Theresienstadt zeigen, dass sie am 27.1.1944 mit dem Transport XXIV/3-36 von Bergen-Belsen nach Theresienstadt gebracht wurde, wo sie am 13.1.1945 verstarb (siehe Totenbegleitschein)

k

 

Grabstein von Julie und Salomon Frank

Grabstein von Hermann Daniel
Vater von Meta Daniel

Dateiname: ffrank.htm
Datum: 20.07.10
Erstellt von: Ruth Warrener
Fotografien: Ruth Warrener