Voßstr. 17Die Familie Max Jacobsohn führte ebenfalls ein sehr bekanntes Konfektionsgeschäft. Während der Zeit des Nationalsozialismus musste auch dieses Geschäft schließen. Vermutlich 1933 zog er mit seiner Frau als Rentner nach Kleve und wohnte dort auf der Hohenzollernstraße (heute: Ringstr. 52). 1937 emigrierte er nach Nimwegen und verstarb dort am 26.2.1938. Seine Frau Antonie wurde nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande deportiert und starb am 7.5.1943 in Sobibor. Tochter Luise mit ihrem Mann, der Rechtsanwalt Dr. Alfred Jacobsohn, lebten vor dem Krieg in Köln Lindenthal (Gleuler Straße 188) (2) und emigrierten in die Niederlande. Im Mai 1942 lebten Alfred und Luise Jacobsohn mit der Mutter bzw. Schwiegermutter Antonie in Hilversum (De Bazelstraat 15) (1). Von dort wurden sie vermutlich mit dem gleichen Transport wie die Mutter Antonie Jacobsohn deportiert und starben kurz nach der Ankunft im KZ Sobibor . Die Tochter Erna emigrierte in die USA. Das Schicksal der Tochter Hedwig Harff und ihres Mannes ist unbekannt. Unter der Opferliste von Yadvashem sind sie nicht verzeichnet. Arthur der Sohn von Fanny Jacobsohn verstarb 7 Wochen nach seiner Geburt am 12.8. 1895. Die Mutter verstarb ca. ein halbes Jahr später im Alter von 73 Jahren. |
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Stolperstein in Köln zu Dr. Alfred Jacobsohn
Nachname |
Vorname |
Geburtsort u. - datum |
Gest., Ort |
Straße |
verheiratet |
Kinder |
Bemerkungen |
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JACOBSOHN |
Max |
9.6.1861 Haltern |
26.2.1938 Nimwegen |
Voßstraße 17 (bis 2005 Fahrrad Hoffmann, rechts neben der Eisdiele) |
1. Ehe: Fanny Sternefeld (gest. 1895) Goch 2. Ehe: Antonie Vyth |
aus 1.Ehe:
aus 2. Ehe:
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Kaufmann |
e |
JACOBSOHN, geb. Vyth |
Antonie |
11.6.1870 Kalkar |
am 7.5.1943 für tot erklärt Sobibor |
Voßstr. 17 Nimwegen, Hilversum |
Max Jacobsohn |
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Emigrierte in die Niederlande nach Nimwegen |
k |
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Erna Jacobsohn |
Erna Jacobsohn in ihrer Schulklasse (obere Reihe Mitte) |
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| Links das Kaufhaus der Familie Jacobsohn beim Maiumzug 1933 (heute - italienische Eisdiele - Ansicht der Voßstraße mit dem Markt im Rücken) Es. fällt auf, dass das Kaufhaus und das Nebenhaus, das ebenfalls der Familie gehörte, die einzigen nicht geflaggten Häuser sind. War es jüdischen Einwohnern verboten, die schwarz-weiß-rote Reichsflagge zu hissen oder handelt es sich hier um einen stummen Protest von Max Jacobsohn? Bilder: Körver-No2-Bild 52 und 55 |
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Anzeige in der Gocher Zeitung, |
Anzeige in der Gocher Zeitung, |
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Am 26. Februar verschied nach schwerem Leiden |
C.V.Zeitung 1938, 3. März 1938, Nr. 9. S.9 |
Abschrift der Todesanzeige (links) |
| Dateiname: | fjacobso.htm |
| Datum: | 31.12.2009 |
| Erstellt von: | Ruth Warrener |
| Fotografien: | Ruth Warrener, Stadtarchiv, u.a. Körver |