Familie Fritz Sternefeld

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Textquelle

Genealogische Daten zur Familie Sternefeld

Stammbaum der Familie Sternefeld

Voßstraße 96

In dem einzigen heute noch erhaltenen Haus (Haus Komans) wohnte die Familie Fritz Sternefeld. Sie besaß eine Schuhfabrik am Blumenplatz (heute Kaufland), die nach dem 1. Weltkrieg bis zu 500 Leute beschäftigte. Gegründet wurde die Firma 1890 von Dr. jur. Wolfgang Sternefeld. Ende 1928 Anfang 1929 ging die Firma in Konkurs. Einer der Inhaber, Hermann Sternefeld, verübte aus diesem Grunde Ende 1929 Selbstmord. Der Neffe Fritz, Mitinhaber der Firma, verstarb vermutlich 1937 in München/Haar oder im KZ Dachau. Die Quellen widersprechen sich in diesem Punkt. Sein einziger Sohn Heinz Sternefeld ist in den 30ger Jahren im Alter von 16 Jahren nach Argentinien ausgewandert. Er lebt heute noch in Salta Argentinien.

 

Nachname

Vorname

Geburtsort u. - datum

Gest., Ort

Straße

verheiratet

Kinder

Bemerkungen

.

STERNEFELD

Friedrich(Fritz)

24.3.1893 Goch

16.3.1937 Haar/
München

oder
KZ Dachau

Voßstr. 96

Elfriede Behle (Nicht-Jüdin)

  • Heinz geb. 13.4.1920 Goch

Kaufmann, Besitzer einer Gocher Schuhfabrik mit  ca. 500 Beschäftigten. Vom 1.4-27.4.1933 wird er in Kleve in Schutzhaft genommen. Am 25.11.1933 wird Haftbefehl gegen ihn erlassen. Am 7.8.1933 emigrierte die Familie in die Niederlande (Nimwegen). Am 23. Juli 1935  wurde er vor dem Landgericht München geschieden. Gestorben 1937 in München. Frau Sternefeld lebte nach 1945 in Großbritannien. Sie verstarb im Jahr 2000 in St. Annes, Lytham, Großbritannien.

k

STERNEFELD

Heinz

13.4.1920
Goch

Voßstr. 96

emigrierte mit 16 Jahren nach Argentinien

e

 

Schuhfabrik Sternefeld (heute Kauflandgelände). Hier waren nach dem 1. Weltkrieg ca. 500 Mitarbeiter beschäftigt. 1928/1929 ging die Firma in Konkurs

Fritz Sternefeld stiftete 1909 einen Sprungturm für die Niersbadeanstalt Kattelans in der Vossheide.

 

Ausschnitt aus einem Briefkopf der Firma Sternefeld. Ganz rechts das Wohnhaus der Familie Sternefeld.

Wolfgang Sternefeld
Gründer der Schuhfarbrik
Jüdischer Friedhof Ecke Kalkarer/Pfalzdorfer Straße
Bahnhofsnähe vor dem Hotel Litjes

Hermann Sternefeld
Mitinhaber der Schuhfabrik
Jüdischer Friedhof Ecke Kalkarer/Reeser Straße

Heinz Sternefeld,
Ausschnitt aus einem Schulphoto

Heinz Sternefeld, 1. Reihe 5. von links
Evangelische Schule bei der Aufführung eines Theaterstücks
Foto: Börkewitz

Fastnacht im Hause der Familie Sternefeld 1927

Bild oben
obere Reihe: links Gertrude (Trudi) Löffler und Heinz Sternefeld.
untere Reihe: (von links nach rechts) Willi Löffler, unbekannt, 2 Geschwister aus der ehemaligen deutschen Kolonie, "Deutsch-Ostafrika". Die Namen der Geschwister sind ebenfalls unbekannt.

Stefan Löffler, der Vater von Trudi und Willi Löffler, arbeitete von 1924 bis 1927 als Geschäftsführer in der Schuhfabrik Sternefeld. Er wurde 1944 mit der Stiefmutter der Kinder nach Auschwitz deportiert.
Trudi und Wille emigrierten 1935-36 nach Großbritannien. Dort lebt Trudi noch heute in der Nähe von Lincoln.

Bild unten

obere Reihe: (v.l. nach r.) unbekannt, Kindermädchen der Familie Sternefeld (Name unbekannt), Willi Löffler
untere Reihe: Heinz Sternefeld, unbekannt, unbekannt, Trudi Löffler.



Foto: Börkewitz

Quellen:

Dateiname: fsterneff.htm
Datum: 02.01.2010
Erstellt von: Ruth Warrener
Fotografien: Ruth Warrener, Stadtarchiv