Mühlenstraße 5Die Eheleute Bruch besaßen in der Mühlenstraße ein Kaufhaus für Haus- und Küchengeräte. In der Reichskristallnacht wurde das Geschäft zerstört und die Wohnung der Familie durchsucht. Die Tochter Grete Meyer verlor ihre beiden kleinen Kinder und ihren Ehemann im KZ. Auf dem Todesmarsch vom KZ Stutthof nach Oranienburg blieb sie schwer krank unbemerkt im Straßengraben liegen. Nach dem Krieg kehrte sie nach Goch zurück, heiratete wieder und baute ein Geschäft auf. Am 7. Dezember 1946 heiratete sie den den Eisenbahner Werner Heppe. Sie eröffnete ein Haushalts- und Galanteriewarengeschäft, erkrankte aber bald schwer, weil ihr Körper durch die Qaualen im KZ schwer geschädigt war. Vorübergehend musste sie das Geschäft für sechs Monate schließen. Sie starb 1956 im Alter von 44 Jahren. |
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Nachname |
Vorname |
Geburtsort u. - datum |
Gest., Ort |
Straße |
verheiratet |
Kinder |
Bemerkungen |
- |
BRUCH |
Joseph |
17.5.1875 Vettweiß |
18.12.1941 Goch |
Mühlenstr. 5 |
2.Ehe. Sibilla Mendel |
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Kaufmann, Haus- und Küchengeräte |
t |
BRUCH |
Sibilla |
21.11.1874 Linnich |
verschollen Auschwitz |
Mühlenstr. 5, zuletzt Herzogenstr. 36 |
Joseph Bruch |
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Am 25.7.1942 im Rahmen eines »Altentransportes« VII/2-324 von Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie fast zwei Jahre später am 15.05.1944 mit dem Transport Dz-1833 nach Auschwitz überstellt. |
k |
MEYER |
Grete |
18.1.1912 Neviges |
gest.9.6.1956 Goch |
Mühlenstr. 5 |
1. Ehe: Emil Meyer 2. Ehe. W. Heppe |
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Am 10.12.1941 nach Riga deportiert. Grete Meyer befand sich schwer krank auf dem Todesmarsch von Stutthof nach Oranienburg. Sie blieb unbemerkt im Straßengraben liegen und kehrte nach ihrer Rettung nach Goch zurück. |
z |
MEYER |
Emil |
1.9.1900 Heimerzheim |
verschollen Stutthof |
Mühlenstr. 5 |
Grete Bruch |
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Kaufmann, lebte aus beruflichen Gründen unter der Woche in Köln. Am 10.12.1941 nach Riga deportiert. |
k |
MEYER |
Edith |
2.12.1937 Goch |
für tot erklärt Riga |
Mühlenstr. 5 |
- |
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Am 10.12.1941 als Kleinkind nach Riga deportiert. |
k |
MEYER |
Gideon |
19.7.1939 Goch |
für tot erklärt Riga |
Mühlenstr. 5 |
- |
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Am 10.12.1941 im Alter von zwei Jahren nach Riga deportiert. |
k |
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Sibilla Bruch |
Josef Bruch |
Tochter Grete Meyer geb. Bruch |
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Rosa Bruch |
Edith Meyer |
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Sibilla Bruch auf einem Kinderfest |
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Josef Bruch (Roter Pfeil) |
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von links Josef Bruch, Sibilla Bruch und ? |
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Eintrag auf der Deportationsliste. Die erste Deportation aus Goch fand am 26.10.1941 statt. Jeder Jude musste für seine Deportation 50 Reichsmark bezahlen. Im Reisegepäck musste auch für einige Tage Verpflegung mitgenommen werden |
*im Buch der Erinnerungen (siehe Impressum) wird als letzte Anschrift Wuppertal, Hermann-Göring-Str. 46. Außerdem ist sie dort unter den Opfern und nicht unter den Überlebenden aufgeführt. Ihr Ehemann Emil fehlt gänzlich.
| Dateiname: | fbruch.htm |
| Datum: | 02.06.2005 |
| Erstellt von: | Ruth Warrener |
| Fotografien: | Ruth Warrener |